Wassertourismus

Wassertourismus kann auf Flüssen, Seen und Kanälen mit den unterschiedlichsten Wasserfahrzeugen unternommen werden. Die individuelle Urlaubsgestaltung erlaubt unter Einbezug von Campingplätzen und Rastplätzen unvergessliche Naturerlebnisse und ein Gefühl von Ungezwungenheit und Freiheit. Naturfreunde können den unbeschwerten Urlaub auf und am Wasser genießen. In Deutschland bieten sich die Flüsse Havel, Elbe, Unstrut, Saale, Mulde oder Elster an für Wassertourismus. Verschiedene Arten von Wassersport können auf den Gewässern ausgeübt werden. Mit Wasserwanderkarten aus dem Internet sind Routen besser planbar, die Anlegestellen, Einsatzstellen für Kanus oder Ruderboote, Campingplätze und Jugendherbergen entnimmt man den Angaben auf der Karte. Besonders für Motorboote und Segelboote sind die geeigneten Autofähren und Wassersportvereine wichtig, da diese Boote nicht überall zu Wasser gelassen werden können und geeignete Transfermöglichkeiten benötigen.

Wasserwanderer sollten sich gut mit den Regeln zur Befahrung von Wasserwegen auskennen, es gibt vor allem im Bereich des Naturschutzes Einschränkungen bei der Nutzung von Wasserstraßen. Weitere Einschränkungen sind seit April 2011 im Gespräch, es ist gut, sich im Voraus über die geplanten Routen ausgiebig zu informieren. Aktuelle Karten aus dem Internet oder direkte Informationen vom Deutschen Kanu-Verband oder der Bundesvereinigung der Kanutouristik geben genaue Auskunft über die Strecken. Eine relativ große Freiheit können sich Kanu- und Ruderbootsportler auf den Wasserwegen gönnen, die meisten sind für sie unbegrenzt befahrbar. Auch engere Kanäle oder Verbindungen zwischen zwei Seen können mit den wendigen Booten gut passiert werden. Die Mecklenburger Seenplatte kann Kanuten und Ruderbootsportlern viele Wasserwanderwege bieten, die durch die romantische Landschaft über viele miteinander verbundene Seen führt. Zahlreiche Campingplätze mit einer guten Infrastruktur sind für die Wassersportler zugängig und sollten schon bei der Planung der Reise gebucht werden.

Die Flüsse sind auf den Karten für Wassertourismus ebenfalls sehr interessant, entlang der Elbe oder auch der Saale sind die landschaftlich herrlichen Weinbaugebiete und viele Naturschutzgebiete mit einer einzigartig vielfältigen Tierwelt zu sehen. Die Wasserwanderkarten geben über diese Besonderheiten Auskunft und weisen auf alle Sehenswürdigkeiten hin. Anlegestellen und die Adressen der Wassersportvereine entlang der Flüsse bieten Raststellen und Möglichkeiten für den Bootstransfer per Autoanhänger an. So sind auch auf der Neiße immer mehr Bootsverleiher aktiv und die Erschließung des Flusses für den Kanusport wird weiter betrieben. Ein Bootsverleih ist eine gute Gelegenheit, sich mit den verschiedenen Wassersportarten vertraut zu machen, bevor man sich für eine Art entscheidet.

Wassertourimus per Motorboot ist preisintensiver und weniger als Breitensport anzusehen wie der Kanusport, Segeln oder Rudersport. Da die Gewässer mit den Motorbooten mehr belastet werden bezüglich Lärm, Abgasen und Wasserbewegung sind Naturschützer an der Einhaltung von Schutzregeln für die Uferregionen und Naturschutzgebiete sehr besorgt. Wer Wassertourismus mit Motorboot plant, sollte sich genau über die Genehmigungen und Regeln informieren. Ein Schifferpatent müssen Personen ablegen, die ein Motorboot fahren wollen. Dabei lernen sie die Regeln für die Binnenschifffahrt, die die Binnenschifffahrtsstraßenordnung für Deutschland festlegt. Wer Hausboote und Motorboote auf öffentlichen Wasserwegen fährt, muss die gesetzlichen Vorgaben einhalten. Natürlich ist Wassertourismus mit einem größeren Motorboot etwas ganz Besonderes, die Beweglichkeit und Ungebundenheit auf den Wasserwegen lässt intensive Naturerlebnisse zu und erlaubt eine größtmögliche Freiheit bei der Gestaltung von Übernachtungen.

 

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